Cum-Ex Urteil und die ÖRR schweigen

(Quelle: Pixabay – freie Nutzung)

Das Cum-Ex Urteil

Heute, den 18.03.20 fiel also das Urteil über die Menschen, die dem deutschen Volk Millionen Euros durch ihre Cum-Ex-Geschäfte gestohlen haben.

Von den ÖRR habe ich aber bislang noch kein Wort über diese Cum-Ex Verhandlung und deren Ausgang gelesen.

Lediglich von der T-Online als staatstreuem Unternehmen habe ich bisher ein urteil-verherrlichendes Pamphlet gefunden.

Schon von Anfang an forderte die StA nur ein niedriges Strafmaß für die Cum-Ex-Beteiligten, mit der Begründung, dass es ja viele Akteure waren, die dieselben illegalen Geschäfte betrieben haben.
Und m.E. wohl in abgewandelter Form weiter praktizieren.

Sollen diese Tatsachen und hanebüchenen Ausreden für das gesprochene milde Urteil vielleicht nicht dem deutschen Volk bekannt werden?

Da wundere ich mich doch, warum in der Bananenrepublik Deutschland nicht auch Einbrecher, Vergewaltiger usw. ein geringes Strafmaß bekommen. Denn von dieser Couleur gibt es schließlich auch sehr viele in unserem Land.

Mit diesem Urteil bestätigt unser Staat aber wieder einmal, dass Bonzen und Bänker offensichtlich mit jedem Betrug und jedem Diebstahl durchkommen. Ganz ohne entsprechend dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

Aber wehe, ein kleiner Gewerbetreibender vergisst mal einen Beleg.
Dann werden Geschütze aufgefahren und eine richtig schmerzende Strafe dafür verhängt.
Mit dem Resultat, dass so ein Versäumnis nicht wenige Ein-Mann-Unternehmen sogar in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hat.

Fazit

Es ist einfach nur noch eine Schande, wie unsere Rechtssprechung zugunsten der Reichen arbeitet!
Kann bei solchen Urteilen auch nur ein Mensch noch auf unser Rechtssystem vertrauen? Oder ist es nicht inzwischen tatsächlich so, dass je höher die Schadenssumme, die dem Volk gestohlen wird, die dafür verhängten Strafen umso niedriger ausfallen?
Entscheidet hier auch schon die Macht des Geldes?
Die Anzeichen deuten jedenfalls darauf hin.